Tanz im Depot: das tanzhaus nrw Düsseldorf
Im Jahr 1998 bezog das tanzhaus nrw ein ehemaliges Straßenbahndepot und hat sich seitdem mit zwei Bühnen und acht Tanz- und Probenstudios zu einem internationalen Zentrum für zeitgenössischen Tanz entwickelt. Auf 4.000 Quadratmetern Fläche ist es zugleich Aufführungsort, Produktionsstätte und anerkannte Weiterbildungsstätte mit mehr als 3000 Besuchern wöchentlich.
Hervorgegangen aus der 1978 gegründeten Werkstatt präsentiert das Haus heute den zeitgenössischen Tanz in seiner ästhetischen und kulturellen Bandbreite. Der ganzjährige Spielbetrieb mit mehr als 200 Aufführungen folgt verschiedenen Programmlinien in konzentrierten Festivals, thematisch motivierten Reihen, internationalen Gastspielen und experimentellen oder informellen Plattformen. Ein besonderer Akzent liegt in der Förderung ausgewählter Choreografen im Rahmen von Koproduktionen und Residenzprogrammen.
Als anerkannte Weiterbildungsstätte richtet sich das Haus in wöchentlich mehr als 300 Kurs- und Workshopangeboten generationsübergreifend an Anfänger, Fortgeschrittene und professionelle Tänzer.
Seit dem Jahr 2006 gibt das tanzhaus nrw im Rahmen des Projektes „Take-off: Junger Tanz. Tanzplan Düsseldorf“, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, und gemeinsam mit einer Reihe von Düsseldorfer Partnern aus Kultur und Politik auf die Beine gestellt, der bislang in Deutschland vernachlässigten Sparte Tanz für Kinder und Jugendliche nachhaltig Schubkraft.
Das tanzhaus nrw erweitert stetig seine internationalen Kontakte in verschiedenen Netzwerken, darunter IDEE (Initiatives in Dance through European Exchange), COLINA (Collaboration in Arts), das durch ARTE initiierte europäische Festival TEMPS D’IMAGES jüngst das europäische Projekt Chin-A-moves. Zu den nationalen Partnerschaften zählen die Tanzplattform Deutschland, die das tanzhaus nrw im Jahr 2004 ausgerichtet hat.
Das tanzhaus nrw pflegt seit vielen Jahren eine enge Verbindung mit Frankreich und hat viele z.T. sehr bekante Tanzensembles eingealden.
Forciert wurde diese Verbindung durch die enge Kooperation in den von der EU geförderten Netzwerken COLINA (2004-2007), IDEE (2005-2008) und TEMPS D’IMAGES (2005-2008).
In letzterem hat sich ein intensiver Austausch mit der Scene National Ferme du Buisson entwickelt, was u.a. in der Koproduktion von Arbeiten (u.a. Kokodoko von Ludica (D) & Kubilai Khan Investigation (F) ) an der Schnittstelle von Bildkunst und Performing Arts resultierte.
Gerne zeigt das tanzhaus nrw herausragenden Tanz aus Frankreich, besonders aber freuen wir uns über das Interesse von der französischen Veranstalter-Seite, so dass sich ein echter grenzüberschreitender Austausch entwickeln kann.