RuhrTriennale
Schauplätze der RuhrTriennale sind die herausragenden Industriedenkmäler des Ruhrgebiets, die in spektakuläre Aufführungsorte für Musik, Theater, Literatur und Tanz verwandelt werden. Im Zentrum stehen die Kreationen – Produktionen, die den Dialog mit den charakteristischen Spielstätten suchen: Schauspiel und Oper verbinden sich in ehemaligen Maschinenhallen und Kokereien mit innovativen Entwicklungen der bildenden Kunst, der Pop- und Konzertmusik.
Künstler wie Ariane Mnouchkine, Peter Brook, Bill Viola, Patrice Chéreau, Ilya Kabakov, Peter Sellars, Cecilia Bartoli, Alain Platel, Andrea Breth, Christian Boltanski, Patti Smith, Hans Neuenfels, Thomas Hampson, Johan Simons, Jan Fabre und Vanessa Redgrave haben bislang das unverwechselbare Profil geprägt. Zentrales Festspielhaus der RuhrTriennale ist die Jahrhundert halle Bochum. Weitere Spielorte sind Zeche und Kokerei Zollverein in Essen, der Landschaftspark Duisburg-Nord und die Maschinen halle Zweckel in Gladbeck.
Seit 2002 findet die RuhrTriennale in einem Zyklus von jeweils drei Jahren statt. Gründungsintendant Gerard Mortier gelang es mit seinem hochkarätigen Programm auf Anhieb, die RuhrTriennale als eines der künstlerisch anspruchsvollsten Festivals in Europa zu etablieren. Unter der Leitung seines Nachfolgers Jürgen Flimm wurde die beeindruckende Erfolgsgeschichte – die New York Times sprach von einem »laboratory for fascinating new work« – weitergeschrieben und hat wesentlich dazu beigetragen, den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2010 ins Ruhrgebiet zu holen. Designierter Intendant der Ruhr Triennale 2009–2011 ist Willy Decker.