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ARTENTION

Olga Neuwirth - Karlheinz Stockhausen

musikFabrik


Datum: 25.11.2008, 20:00Uhr
Ort: Cité de la Musique, 221, avenue Jean-Jaurès, 75019 Paris
Partner: Festival d'Automne à Paris
OLGA NEUWIRTH
Marsyas 2 Lost Highway Suite für Ensemble und Musikinformatik Hooloomooloo für Ensemble und Tonaufnahme

Karlheinz STOCKHAUSEN
Harmonien, 5. Stunde des Zyklus‘ Klang für Trompete Hoffnung, 9. Stunde des Zyklus‘ Klang für Cello, Geige und Bratsche

Marco Blaauw, Trompete
Ensemble musikFabrik
Stefan Asbury, Leitung
Markus Noisternig, Regie Musikinformatik Ircam


Das Kölner Solistenensemble musikFabrik, das sich in besonderem Maße der künstlerischen Innovation verpflichtet, zählt seit seiner Gründung 1990 zu den führenden Klangkörpern der zeitgenössischen Musik. MusikFabrik präsentiert beim großen Pariser Festival d'Automne à Paris Olga Neuwirths Komposition Hooloomooloo sowie die Uraufführung ihrer überarbeiteten Suite aus der Oper Lost Highway. Olga Neuwirth wird das Projekt in Paris aktiv begleiten.

Neue, unbekannte, in ihrer medialen Form ungewöhnliche und oft eigens in Auftrag gegebene Werke sind das eigentliche Produktionsfeld der MusikFabrik. Sie präsentiert sich in jährlich etwa einhundert Konzerten u.a. im In- und Ausland, auf Festivals und in regelmäßigen Audioproduktionen. Die Auseinandersetzung mit modernen Kommunikationsformen und experimentellen Ausdrucksmöglichkeiten im Musik- und Performance-Bereich ist ihr ein zentrales Anliegen. Interdisziplinäre Projekte unter Einbeziehung von Live-Elektronik, Tanz, Theater, Film, Literatur und bildender Kunst erweitern die herkömmliche Form des dirigierten Ensemblekonzerts ebenso wie Kammermusik und die immer wieder gesuchte Konfrontation mit formal offenen Werken und Improvisationen. Die musikFabrik ist ein weltweit gefragter Partner bedeutender Dirigenten und Komponisten.

Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek haben David Lynchs Lost Highway als Oper aufbereitet. Dem verstörenden Thriller voller Geheimnisse, wird ein szenisch-musikalisches Pendant gegenübergestellt. Olga Neuwirth nutzt die unterschiedlichen Register der Sprach-Klangfarben Lynchs für das Musiktheater. Mit Videoinstallation und Ton schafft sie einen konstant flackernden Klang-Bild-Raum, der die Ausweglosigkeit illustriert.

Hooloomooloo ist nach Frank Stellas Serie Imaginary Places entstanden. Es zeigt Neuwirths Interesse an den Entwicklungen in anderen künstlerischen Disziplinen wie der Malerei. Stella schuf in Hooloomooloo drei ineinander übergehende, reliefartige Tafelbilder von ähnlicher Größe und Farbgebung mit unterschiedlicher Oberflächenstruktur. Das ambivalente Spiel Stellas mit den Polaritäten Raum-Fläche und Vordergrund-Hintergrund regte Neuwirth zur Entfaltung einer Klangwelt an, die die illusionistischen Prinzipien von Stellas Reliefbildern thematisiert.

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