FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND
Filmreihe der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen im Rahmen des „13ème festival du film allemand“
Datum:
21.10.2008, 14:00Uhr
Ort:
Cinéma L’Arlequin, 76, rue de Rennes, 75006 Paris
Partner:
Filmstiftung NRW, German Films München
Tipp: Dieser Film ist besonders für Schulklassen geeignet, ab 12 Jahren.
In Zusammenarbeit mit German Films München. Regisseure sind anwesend.
FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND von Dominik und Benjamin Reding
Drama - Deutschland 2007, 105 min
Deutsche Fassung mit frz. Untertiteln.
Buch und Regie: Dominik und Benjamin Reding
Mit: Lukas Steltner, Zarah Löwenthal, Sascha Reimann u.a.
Inhalt: Der 20-jährige Bastian ist in einen Mord verwickelt. Eher zufällig schließt er sich auf der Flucht einer Gruppe reisender Handwerksgesellen an und taucht in eine Welt voller archaischer Rituale ein, in der Freiheit und Brüderlichkeit groß geschrieben werden. Doch mit jedem Kilometer seiner Wanderschaft bewegt sich Bastian innerlich auf den Ausgangspunkt seiner Reise zu: dem längst verdrängten Verbrechen.
Nach ihrem gefeierten Skinhead-Drama „Oi!Warning“ begeben sich die Brüder Ben und Dominik Reding mit ihrem neuen Film in das Milieu der Handwerksburschen auf der Walz. In entrückten Bildwelten zeigen sie eine fremdartige, geheimnisvolle und symbolbeladene Wirklichkeit. Untermalt von einem mitreißenden Soundtrack und in rasantem Tempo schickt der Film sowohl die DarstellerInnen – darunter der bekannte Rapper Ferris MC – als auch die ZuschauerInnen auf eine spannend-surreale Wanderschaft.
Erhielt den Publikums-Preis beim 3. Festival des deutschen Films 2007 in Mannheim-Heidelberg und auf dem 14. Internationalen Filmfest in Oldenburg den Otto-Sprenger-Preis. Die Jury hob vor allem die "kraftvolle und kompromisslose Erzählweise" des Films hervor. Von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden (unter "Prädikate aktuell", Oktober 2007) hat der Film das Prädikat "besonders wertvoll" erhalten. Aus der Begründung: "Großes Kino und ein kleiner, schmutziger Film. Radikal, mutig, hoch stilisiert und dabei bodenständig - solch einen deutschen Film hat es lange nicht gegeben, darüber war sich die FBW-Jury einig. Mit einer expressiven Bildgewalt, die im deutschen Kino selten ist, erzählen die Brüder Reding vom unbekannten Alltag der Wandergesellen und zugleich ein universelles Drama von Schuld und Sühne."