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<b>«Other Side Break»</b> ©Cléa Coudsi/Eric Herbin
«Other Side Break» ©Cléa Coudsi/Eric Herbin
www.coalexpo.eu
C.O.A.L
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C.O.A.L – From CarbOniferious to openArtLandscape

Europäisches Kunstprojekt


Datum: 18.10.2008 bis 23.11.2008
Ort: Musée d’Histoire Naturelle, ARTCONNEXION, Centre d´Arts plastiques, Lille ; Culture Commune, scène nationale du bassin minier du Pas-de-Calais, Loos-en-Gohelle
Partner: Musée d’Histoire Naturelle (Lille), Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur (Dortmund), Kulturhaus NeuAsseln (Dortmund), Kunstakademie (Katowice), Institut für die Ökologie von Industrieregionen (Katowice)
Institutionen aus drei europäischen Regionen mit montan-industrieller Vergangenheit haben sich zum Kunst-Projekt C.O.A.L – From CarbOniferus to open-eyed Artists on Landscape zusammengeschlossen.

„Landschaft“ gilt geradezu als Gegenwelt zur Schwerindustrie, die unsere Lebenswelt über- und untertage prägte und im oberschlesischen Kohlenrevier um Katowice noch prägt. Sie bietet sich deshalb als ein spannungsgeladener Focus für künstlerische Fragen an den sozialen Raum an, denn „Landschaft“ ist nicht nur die Summe geographischer, geologischer, biologischer ebenso wie kultureller und künstlerischer Aspekte, sondern gleichzeitig immer abhängig von unserer Wahrnehmung, also etwas Kommuniziertes: Indem Menschen ihre Umgebung wahrnehmen und interpretieren, verändert sich Um-Welt zu Landschaft – eine kreative Grundlage mit langer künstlerischer Tradition für europäische Kommunikation über soziale Räume. In der Geschichte der Kunst bildet „Landschaft“ ein herausragendes Genre, über das der Mensch seine Aneignung der Welt verhandelte, Phantasien und Ängste zum Ausdruck brachte. Die Entwicklung der Montan-Industrie ließ eine spezifischen Morphologie, neue Formen von „Landschaft“ entstehen: Raumplaner, Architekten wie Sozialkritiker diskutierten seit Ende des 19. Jahrhunderts für die riesigen, aus dem Boden gestampften industriellen Großanlagen mit Wohnsiedlungen und Versorgungseinrichtungen als Appendix, wie wir sie aus dem Ruhrgebiet und Katowice kennen, Begriffe wie „Industrielandschaft“ oder „Städtelandschaft“, um das Besondere dieser Agglomerationen zu beschreiben.

Das C.O.A.L.-Projekt lässt 1) Künstler und Künstlerinnen aus allen beteiligten Regionen in die jeweils anderen Regionen reisen, damit sie sich dort die Räume, Lebenswelten, Geräusche, Gerüche, Tempi aneignen. Dieses „Artists in Residence“-Programm bildet 2) die Erfahrungsgrundlage für eine gemeinsame Ausstellung, die durch alle drei Regionen wandert und die künstlerischen Werke international-europäisch kommuniziert. Begleitet wird diese Ausstellung 3) von einem Symposium in Katowice, veranstaltet durch das „Ökologische Institut für die Industrieregion“, das Kunst als Inspirationsquelle für zukunftsoffene „Gedächtnisstiftung“ und zur Positionierung einer eigenen urban identity auf dem Weg von der industriellen zur postindustriellen Gesellschaft diskutiert. Unsere Zusammenarbeit findet 4) einen vorläufigen Höhepunkt in einem zeitgleich in allen Regionen stattfindenden Kunstprojekt, das die anwesenden lokalen Publica über eine künstlerische Sound/Picture-Bridge zu einem europäischen Publikum zusammenschließt.

Weitere Termine in Europa:
  • Vom 31. August bis 28. September 2008, Ausstellung in der Kokerei Hansa, Dortmund
  • Vom 27. November bis 12. Dezember 2008, Culture Commune, Loos-en-Gohelle
  • 12. Dezember 2008, Abschlussereignis Sound-Picture Bridge
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